150 Einsatzkräfte, 29 Fahrzeuge, steiles Gelände – der Bezirk Braunau stellte seine Waldbrandbereitschaft unter Beweis
Großübung am Kasberg: Waldbrandbereitschaft Braunau meisterte extremen Einsatz im alpinen Gelände
150 Einsatzkräfte, 29 Fahrzeuge, steiles Gelände – der Bezirk Braunau stellte seine Waldbrandbereitschaft unter Beweis. Eine der größten Vegetationsbrandübungen Österreichs hat am Wochenende vom 8. und 9. Mai 2026 im Raum Kasberg und Steyrling im Bezirk Kirchdorf stattgefunden. Über 415 Einsatzkräfte aus Österreich und Deutschland probten dabei den Ernstfall eines großflächigen Waldbrandes im schwierigen alpinen Gelände. Mit dabei waren auch das Bundesheer, das Rote Kreuz, Löschhubschrauber sowie Spezialkräfte für die Vegetationsbrandbekämpfung.
Besonders stark vertreten war die Waldbrandbereitschaft des Bezirkes Braunau, die mit insgesamt 157 Feuerwehrkräften und 29 Fahrzeugen anrückte. Bereits am Freitagnachmittag begann das Vorauskommando unter der Leitung von Bezirksfeuerwehrkommandant Johann Treiblmaier mit der ersten Lageerkundung. Die Einsatzkräfte mussten dabei extrem steile Forststraßen und enge Bergstraßen bewältigen.
Am Samstagmorgen startete die Braunauer Kolonne vom Feuerwehrhaus Altheim aus in Richtung Einsatzgebiet. Vor Ort warteten schwierigste Bedingungen auf die Feuerwehrkräfte. Tragbare Pumpen, Schläuche und weiteres schweres Material mussten über steiles Gelände zu Fuß transportiert werden. Die Aufgabe der Braunauer Feuerwehren bestand unter anderem darin, die Brandbekämpfung an der Flanke des Jausenkogels sicherzustellen und eine Relaisleitung zur Löschwasserversorgung aufzubauen. Zusätzlich sorgten 14 Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr für ausreichend Löschwasser im alpinen Gelände.
Auch die Kommunikation stellte die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen, da das Mobilfunknetz im Einsatzgebiet nur eingeschränkt verfügbar war. Als am Samstagmittag eine starke Gewitterfront aufzog, wurde die Übung aus Sicherheitsgründen kontrolliert beendet.
Die Feuerwehren aus dem Bezirk Braunau legten im Rahmen der Großübung mehr als 8.300 Kilometer zurück und bewiesen eindrucksvoll ihre Einsatzbereitschaft bei Vegetationsbränden und Katastropheneinsätzen im Gebirge. Die Übung zeigte, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehren, Bundesheer, Rotem Kreuz und internationalen Einsatzkräften bei großflächigen Waldbränden ist.